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Liaden
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich

Anmeldungsdatum: 20.05.2007
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Wohnort: fighting against his fate
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1. Mai 1746, Mittag
PP: Gaelan
TBC von: Liadens Hütte

Seit geraumer Zeit waren die beiden nun schon unterwegs. Liaden vermochte nicht zu sagen wie lange genau. Sie hatte nie gelernt in Minuten, Stunden oder engen grenzen von zeit zu denken, oder sie messen zu können. Es hatte sich nie ergeben. Während ihrer Ausbildung zur Priesterin hatte sie getan…sie hatte nach der Anweisung der Druidinnen oder ihrer Mutter gelebt und es hatte feste regeln gegeben, welche den Alltag bestimmt hatten. Zeit spielte da keine Rolle und wenn schienen sie diese zu kennen, sie selbst hatte sie nicht kennen müssen.
Als sie den Hain verlassen hatte und vorzog für sich zu bleiben war ein tag so lang wie er lang war. Manche vergingen schneller andere schienen nie enden zu wollen.
Das war alles. Nicht mehr und nicht weniger.
Sie hatte es nie vermisst, die Fähigkeit die Zeit zu messen und so war es auch jetzt. Sie waren eine geraume Zeit unterwegs, dass reichte aus in ihrer Art der Wahrnehmung.
Sie hatten vornehmlich geschwiegen.
Gaelan schwieg, wenn man nicht fragte, wenn man ihn nicht bat etwas zu sagen, indem man ein Gespräch anfing und sie selbst war versunken in Gedanken, die sie beschäftigten.
„Sie wartet schon lange darauf, dass jemand ihr ihren Namen gibt…. Der jemand, der ihn kennt.“
Gaelan hatte dies zu ihr gesagt, bevor sie los geritten waren. Sie hatte seinen Blick gesehen…für Sekunden war er anders gewesen. Nicht länger als der Flügelschlag eines Schmetterlings andauerte.
Schmetterling
Das Tier…ihr Pferd besaß eine Fellzeichnung, ein Zeichen auf der Stirn, welches nahezu identisch mit dem Umriss eines Schmetterlings war.
Gaelan hatte es ausgesucht.
Erneut seufzte Liaden innerlich.
So vieles was sich in ihrem Kopf von rechts nach links bewegte, welches sie aufwühlte.
Wieso schien ihr Leben so sehr mit diesen tieren verwebt? Was wollte die Herrin des Waldes von ihr…immer noch?
Warum ritt Gaelan mit ihr zu dieser…Mission…ausgerechnet mit ihr?
Wieso hatte er dieses Pferd ausgesucht?
Wieso hatte er sie ausgesucht?
Wieso war er ihr manchmal so fremd, nicht mehr der Mann, den sie gekannt hatte…nicht mehr der Junge, den sie geliebt hatte und dann wieder konnte sie ihn ansehen…
Er sah sie an, nur für Augenblicke und sie meinte all das was er verloren hatte in ihm wieder zu erkennen. Ein verborgenes Schimmern nur, aber…dann war er wieder…ihr Gaelan, dann war er all das was sie verloren hatte und doch noch immer in ihrem Herzen mit Liebe bewahrte.
Warum machst du das?
Es war keine Schelte an ihn, es war vielmehr eine an sie selbst. Wieso tat sie sich das an? Fragte sich Dinge, ergab sich Hoffnungen, welche sie Jahre lang gehegt und dann doch wieder enttäuscht hatten. Sie durfte das nicht wieder zulassen.
Und doch…
„Paíliun“
Sie sprach diesen Namen mitten ins Nichts und mitten in die Stillem die zwischen ihr und Gaelan geherrscht hatte.
Sie blickte zu ihm und das erste Mal, seitdem er aufgetaucht war, lächelte sie sanft…es hatte etwas wie früher…es hatte etwas vertrautes.
„Ihr Name. Du hast gesagt, sie hat keinen. Ich denke kein tier sollte keinen Namen haben.“
Sie lächelte nickend, als wäre das alles. Als habe sie nicht im Sinn, ihm damit das Gefühl zu geben, sie sei diejenige, welche dieses Tier kannte. Es war nicht ihr Seelentier…ihre Seele gehörte einem Wesen…welches sie vergessen hatte.
Auf immer.
Sie sah zu ihm und deutete dann auf das Pferd.
„Woher wusstest du, dass es dein Seelentier ist…seit wann…ich wusste nicht, dass du Pferde….Früher hast du sie nicht….“
Sie brach ab und sah ihn dann erneut ernst und abwartend an.
„Warum sie? Wollten die Götter es? Oder hast du sie gewollt?“
Warum fragte sie solche Sachen…warum fragte sie nicht gleich…warum er sie nicht gewollt hatte…oder ob das auch die Götter gewesen waren.
Vielleicht weil sie die Antwort auf diese Frage gar nicht kennen wollte.
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Beitrag 22.05.2007, 17:35
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Gaelan
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Geschlecht: Geschlecht:männlich

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1. Mai 1746, Mittag
PP: Liaden
TBC von: Liadens Hütte

In der Stille des Waldes durch den sie ritten, stahl sich ein Wort von Liadens Lippen, dass Gaelans Lippen ein Lächeln abgewann.
Es war ein Lächeln, das über solche hinausging, die so, als wären sie selbstverständlich auf seinen Lippen zu finden waren. Dabei wandte er seinen Kopf zu ihr, ließ sich unlängst einige Längen zurückfallen, denn er war den schmalen Pfad voran geritten.
Liaden war ihm auf dem ausgetretenen Waldpfad gefolgt. Beide hatten sie den Weg schweigend zurückgelegt. Zumindest hatten sich beider nicht ihrer Stimme bemächtigt, bis das Wort ‚Pailiun’ aus ihr heraus gebrochen war.
Die Zügel Brangwens nur locker im Griff, lagen Gaelans grüne Augen auf der in einen Mantel gehüllten Frau des Waldes, die er begleitete. Er nickte auf ihren Versuch einer Erklärung hin verständnisvoll. Sein helles Haar, dessen Länge von dem grünen Reiseumhang verschluckt wurde, den er trug, bewegte sich dabei leicht, während eine leichte Brise mit einigen, seinem Zopf entkommenen Strähnen spielte.
Liaden nickte lächelnd, doch bevor der Druide selbst dass Wort zu ergreifen vermochte, deutete sie auf das schwarze Tier, das ihn trug, sah den Reiter dabei fragend an.

„Woher wusstest du, dass es dein Seelentier ist…seit wann…ich wusste nicht, dass du Pferde….Früher hast du sie nicht….“

Infolge ihrer Worte nahm Gaelan seinen Blick von ihr. Er wirkte dabei nicht gekränkt oder getroffen. Seine Augen schienen nur in weiter Ferne nach der Antwort auf eine Frage zu suchen, deren Formulierung ihm selbst nie in den Sinn gekommen war.
Und dennoch suchte er nach einer Antwort darauf, die irgendwo in seinem Bewusstsein darauf wartete, gefunden und ausgesprochen zu werden.
So viele Silben … so viele Worte warteten für gewöhnlich das ganze Leben eines Menschen darauf, ausgesprochen zu werden, ohne dass es dem Inhaber selbst je bewusst würde.
Als sie weiter sprach, hob der Druide seinen versunkenen Augen wieder und das kräftige Grün lag abermals auf ihren weich gezeichnet makellosen Zügen, die der Wald vor den Augen eines jeden Sterblichen verbarg, der nicht mehr an die alte Geschichte ihres Volkes glaubte.
Sie hatte wahrlich schöne Züge, die man einer Frau nicht zugestehen würde, ohne sie womöglich als übernatürlich bezeichnen zu können.
Und als ihre Erwartung einer Antwort deutlich spürbar auf ihm lag, nickte Gaelan nur ein weiteres Mal, andeutend er habe ihre Frage verstanden und respektiert, dass sie sie stellte.
Seine Reaktion mochte vielleicht seltsam anmuten, jedoch lag es im Wesen eines schweigsamen Gefährten, seinem Gegenüber mit einem Nicken still zu signalisieren, er folge dem Gespräch, auch ohne sich laut dazu zu äußern.
Er sah wieder in die Ferne, weiter als bis zur nächsten Biegung, die der Weg nahm.
Und so verstrich die Zeit.
Es war nicht unermesslich viel Zeit, die Gaelan schweigend neben Liaden her ritt, bevor sein Mund sich öffnete… beinah ebenso unvermittelt, wie zuvor die Lippen Liadens den Namen der grauen Stute entlassen hatten.
„Das ist eine Geschichte, die lange zurück liegt… sehr lange.“
Auf diese fast andächtigen Worte folgte erneut Schweigen, das bis zu der vor ihnen gelegenen Biegung andauerte. Erst dort wandte Gaelan sich wieder Liaden zu. Seine Züge wirkten gutmütig, die Linien seines Gesichts deutenden auf keine schmerzvolle Erinnerung. Der Klang seiner Stimme war entgegen möglicher Erwartungen nicht mit der Ruhe erfüllt, die sonst seine Worte begleitete. Eine lebhafte Gelöstheit sprach aus dem jungen Mann.
„Ob sie der Wille der hohen Damen und Herren oder der meine war… darüber vermag ich nicht zu urteilen. Sie war ein Geschenk und Sie ist noch immer eine treue Begleiterin.“
Doch bevor er begann eine Geschichte von Wundern und Mythen zu erzählen, brach er nicht abrupt ab, wechselte dennoch das Thema.
„Ihr Name stand zwischen uns… Es ist eine Frage des Suchen und des Findens… Jedes Geschöpf verdient einen Namen, wenn er gefunden werden möchte.“
Gaelans Blick flog kurz merklich zu den braunen Augen Pailiuns, die sanft und ungerührt des Gesprächs der Reiter, dem Wesen des Tieres entsprachen.
„Nun hat auch diese Suche ein Ende. Pailiun ist eine würdiger Name für Sie.“ Gaelans Lippen verzogen sich kurz zu einem beinah schnippischen Schmunzeln, denn sein Tonfall hatte ungewollt belehrend geklungen.
Dann wandte er sich wieder dem Weg zu, der vor ihnen lag und alsbald im Dunkel eines Höhleneingangs verschwand. Ernster sprach er Liaden daraufhin an.
„Wir sind bei den Höhlen. Möchtest du noch eine Rast bei Tageslicht machen?“
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Beitrag 22.05.2007, 17:36
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Liaden
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1.Mai 1746, Mittag
PP: Gaelan

Fast hatte sie angenommen, dass Gaelan nicht mehr gedachte ihr zu antworten. Es verhielt sich nicht einmal so, dass sie ihm böse gewesen wäre, hätte er sich einer Antwort geweigert und damit das Aufkommen einer Unterhaltung verhindert.
Wenn es danach ging, konnte sie auch schweigend reisen. Sie war die Stille gewohnt. Wie sollte sie auch nicht, wenn sie zurückgezogen und alleine lebte. Selten sprach sie zu anderen Menschen. Hier und da, wenn sie zum Hain gegangen war, hatte gehen müssen, um neue Stoffe zu besorgen, oder Aufträge entgegen zu nehmen, dann war es unvermeidlich gewesen.
Doch dies war selten genug und so hatte Liaden, der früher die Stille als Feind und als unerträgliches Gefängnis erschienen war, begonnen die Ruhe und Stille nicht nur zu akzeptieren, sondern sie zu leben.
Es wäre insofern keine Herausforderung gewesen diese Reise ebenfalls in Schweigen zu vollziehen. Nicht mehr.
Doch nach unendlich scheinenden Augenblicken wurde sie durchbrochen. Gaelans Antwort hingegen schien rätselhaft und bannte Liaden für weitere Momente, in denen er erneut schwieg, in ihre eigenen Gedanken.
Es war eine Geschichte, die sehr lange her war, so hatte er gesagt.
Doch die Frage, welche ihren Geist beschäftigte war, die nach der Geschichte. Welche mochte er meinen? Die Geschichte, wie er sein Seelentier gefunden…erkannt hatte? Oder blickte er ebenfalls in die Zeit, die länger zurück zu sein schien, als alles andere?
So lange, dass Liaden glaubte sie längst vergessen haben zu müssen, es dennoch nicht konnte.
Eine Vergangenheit in der vieles anders gewesen war…in der sie beide von einer Zukunft geträumt hatten, die anders hätte ausgesehen, als die Gegenwart es nun war.
Eine Vergangenheit, die sie geteilt hatten…in der sie zusammen waren und sich näher gestanden hatten, als die Blätter in den Baumkronen, über ihr, welche sich nur flüchtig berührten.
Eine Zeit, die sie versuchte zu vergessen und doch nicht los wurde.
Der Seufzer, der ihr über die Lippen kam, verklang ungehört, so leise war er zu vernehmen.
Gaelan hingegen schien ebenfalls aus seinen Gedanken zu erwachen und knüpfte an das Gesprochene an.

„Ob sie der Wille der hohen Damen und Herren oder der meine war… darüber vermag ich nicht zu urteilen. Sie war ein Geschenk und Sie ist noch immer eine treue Begleiterin.“

Seine Stimme klang keineswegs ruhig und erhaben, wie sie es sonst tat, vielmehr wohnte ihr ein nahezu lebendiger Ton inne, der auf große Lebensfreude schließen lassen würde. Würde…sähe man dazu das passende Leuchten in den Augen und breite Lachen…
Doch seine Augen waren gutmütig zwar, doch schienen älter als er es war und so weise, dass er erhaben und unnahbar wirkte. Auch waren seine Züge allenfalls weich und freundlich, wie immer, aber keinesfalls deutete etwas darin auf ein ausgelassenes, fröhliches Lachen.
Es erschien Liaden aus einem anderen Leben zu stammen, jene Erinnerung, die sie beim Klang seiner Stimme eingeholt hatte. In jenem Bild saß der Priester auf einer Lichtung unter einer alten Eiche und lachte ausgiebig, nachdem sie am Ende seiner Geschichte, damit begonnen hatte. Es war einer der wenigen Momente, in denen er gelacht hatte, aber einer von vielen in welchen sie beide glücklich gewesen waren.


„Ihr Name stand zwischen uns… Es ist eine Frage des Suchen und des Findens… Jedes Geschöpf verdient einen Namen, wenn er gefunden werden möchte.“

Liaden schwieg zu seinen Worten. Ihre Augen ruhten für einen flüchtigen Augenblick auf ihm, dann richtete sie den Blick zurück auf den Weg, welcher vor ihnen lag.
Unbekannt und fremd…so wie der Mann, der neben ihr ritt.
Sie kannte einst seinen Namen, doch heute im Jetzt zweifelte sie daran, dass er gefunden werden mochte. Vielleicht hatte nicht nur er etwas vergessen, vielleicht fand sie einfach nicht mehr seinen Namen, um ihn zu erkennen.
Vielleicht aber …
Ganz sicher sogar waren sie nur einfach nicht für einander bestimmt, denn es gab etwas an das die junge Frau, welche schweigend neben ihm ritt und dabei ernst geradeaus blickte, unbeirrt nicht glaubte.
Bestimmung.
Etwas das sie verwünscht und verflucht hatte, so viele male in ihrem Leben und das sie mittlerweile müde geworden, nur noch die Kraft besaß zu hassen.
Liaden spürte Gaelans fragenden Blick auf sich ruhen und sah plötzlich zu ihm. Die grünen Augen lagen überrascht auf seinem Gesicht…fragend.
„Was?“
Ihre kurze und deutlich irritierte Frage, dann lächelte sie…entschuldigend und kurz.
„Tut mir leid…ich…ich war in Gedanken…Rast ja…ähm…“
Ihr Blick wanderte zur Sonne und zurück zu ihrem Begleiter.
„Ich weiß nicht wie eine jetzige Rast in deinen Zeitplan passt Gaelan. Es ist deine Reise und ich nehme an du kannst weitaus besser vorhersehen, wann es angebracht es Zeit mit einer Rast und Stärkung zu verbringen und wann es ungebracht ist, da wir…nicht genügend Zeit haben.“
Ihre Züge wurden weicher und beinahe konnte man ein Lächeln ausmachen, als sie anschloss.
„Aber wenn es in den Zeitplan passt, wäre es mir durchaus recht eine Rast noch vor den Höhlen, zu machen. Ich könnte …uns…die Pilze braten, welche ich mitgenommen habe. Wenn du hungrig bist meine ich…“
Ihre Worte verebbten und fragend sah sie nun zu ihm, erwartend welche Entscheidung er treffen würde.
Sicher war er würde wissen was zu tun war, sicher hatte er es schon gewusst, bevor sie überhaupt gefragt hatte.
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Beitrag 22.05.2007, 17:36
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Gaelan
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1.Mai 1746, Mittag
PP: Liaden

Behutsam zügelte der Druide Brangwen, die von selbst ihren Schritt verlangsamt hatte. Sie waren angekommen und hatten einen Teil, wenn auch einzig einen kleinen Teil der Reise bewältigt.
Die Dunkelheit der Höhlen wirkte sicher eindrucksvoll. Und sie sollte es auch, denn die beiden Reisenden verharrten vor der letzten Barriere, die die Welt der Mythen, Sagen und Geister von der Welt trennte, die dem neuen Glauben angehörte. Ein neuer Glauben, der die alten Wurzeln eines Volkes mehr und mehr vergessen ließ… Ein Glauben, der Gaelan Gleiche noch immer verbrennen oder läutern ließ.
Es konnte mitunter gefährlich sein, würden sie auf jene treffen, die keine Spur alten Blutes mehr in sich trugen. Dennoch war jene Reise, die vorhergesehen wurde, ein Teil der Bestimmung. Sie musste unternommen werden, womöglich trotzdem sich Liaden und er in Gefahr begaben. Zweifel wären nicht angebracht, selbst dann nicht, wenn sie berechtigt wären.
Doch zuvor erhielt er von Liaden eine Antwort. Es verhielt sich kaum so, dass er im Stande war jeden Augenblick vorherzusehen. Besser… er wäre in der Lage dazu, jedoch verlangte es viel Kraft und Konzentration zu sehen, zudem gab es viel, dass gesehen werden wollte. Liadens irritierte Gegenfrage irritierte ebenso Gaelan ein wenig. Er kannte es nicht, dass man ihm nicht zuhörte, wenn er sprach. So wie er den Worten folgte, wenn er zuhörte. Somit war er nicht erbost über ihre offensichtliche Abwesenheit… aber er war etwas … eben verwirrt.
Ob dies sich in den schmalen grünen Augen widerspiegelte, war wenig der Rede wert, denn die Zerstreutheit wich alsbald wieder dem gewohnten Lächeln seines ruhigen Wesens.
Er hatte erwartet, sie schlüge eine Rast vor, bevor sie sich auf die zwei Tage andauernde Reise durch das Labyrinth des Ang Nevis begaben. Ihr Blick zum Himmel hinauf verriet ihm, dass er sich nicht getäuscht hatte.
Gaelan nickte zustimmend und gab derweil Brangwens Zügeln mehr Spiel, so dass sie vermochte etwas am Wegrand zu grasen.
Den Nächsten Worten Liadens folgte er ohne eine Regung in seinen weichen Zügen. Er erwiderte lediglich den Ansatz ihres Lächelns freundlich, indem der positive Zug um seine Lippen zu einem Lächeln wurde.
Er nickte auf Liadens still ausgesprochene Frage erneut. Und dennoch schwieg er, während seine Augen auf ihr lagen. Sie zeigten keine innere Regung des Druiden, lagen einfach sehend auf ihr…
Einige Minuten verstrichen so, bevor er in ruhigem und ebenso wissendem Tonfall eine Antwort gab.
„Es ist nicht von Bedeutung, ob es mir gerecht wird, eine Rast einzulegen.... Es ist nicht allein meine Reise.“
Mit einem weiteren Lächeln erhob er sich leicht aus dem verzierten Ledersattel und stieg von Brangwen ab. Doch bevor er begann, sie an den Zügeln zu führen, wandte er sich nochmals zu Liaden, darauf wartend, dass auch sie abstieg.
Er schüttelte kaum merklich mit dem Kopf, während sein Blick ein weiteres Mal auf die Augen seiner Begleiterin traf.
„Ich bin nicht im Stande alles vorherzusehen.“ Im Widerspruch zu seiner Stimme, die nicht belehrte, erklärte oder verteidigte standen erneut seine Augen, in denen sich die nahe Zukunft ihrer Rast durch die Strahlen der Sonne schienen wiederzuspiegeln.
„Aber ich weiß, dass es Zeit ist, Mittag zu essen. Ich würde dein Angebot gern annehmen.“
Mit diesen Worten führte er sie zu einem Platz, der abseits des Weges liegend von Passierenden als Rastplatz genutzt wurde. Die Feuerstelle und ein hölzerner Unterstand wiesen darauf hin.
Dann begann er, die Pferde von ihrem Ballast zu befreien, während Liaden sich dem Essen zuwandte.
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Beitrag 22.05.2007, 17:37
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1.Mai 1746, Mittag
PP: Gaelan

Ich bin nicht im Stande alles vorherzusehen…

Seine Worte, die ihr noch im Kopf widerhallten, während sie alles wieder in die Taschen packte und auf ihr Pferd das ihrige Gepäck lud.
Liaden und Gaelan hatten gerastet, nachdem Gaelan ihr Angebot auf ein Essen angenommen hatte.
Sie kochte wie angeboten die Pilze, welche sie am Morgen gesammelt hatte und sie beide aßen diese anschließend schweigend.
Begleitet wurden sie dabei von einigen Vögeln, die sich zu ihnen verirrten und mit einem Lied zu verabschieden gedachten.
Scheinbar schien der ganze Wald zu wissen, dass sie beide ihn verlassen würden.
Beinahe wollte ihr doch tatsächlich ein Auf Wiedersehen über die Lippen kommen, gefolgt von der Erklärung, wir kommen ja wieder, als sie erkannte wie dumm das gewesen wäre.
Wirklich dumm!
Kaum hatte sie Pailiun zu ende gesattelt und alles auf der sanften Stute verstaut, die mit denkbar wachsamen Blick ihre Umgebung musterte, da richtete Liaden den fragenden Blick auf Gaelan.
„Wie lange wird der Weg durch die Höhlen sein?“
Ihr Blick folgte dem Pfad, der zu ihnen führte und es überkam sie ein merkwürdig … mulmiges Gefühl.
Sie hatte den Hain nie verlassen…sie hatte es tun wollen. So oft und doch nie umgesetzt und jetzt wo sie es tun würde, hatte sie…
Nein keine Angst aber dennoch…gesunde Furcht vielleicht.
Dunkelheit beunruhigte sie.
Sie schüttelte den Kopf und sah wieder zurück zu Gaelan, dann stieg sie geschmeidig und elegant in den Sattel.
Sie war keine elegante Reiterin, sie bewegte sich nur mit einer Anmut, die nur die Töchter Deidres an den Tag legten.
Sie selbst bemerken es nicht, aber jeder, der sie sieht, scheint es zu sehen und nicht glauben zu können, nicht fassen zu können, woher und weshalb.
Sie war eine Tochter des Waldes, den sie nun verließ, ob sie wollte oder nicht.
Niemand wurde gefragt bei dem Schicksal, dass ihm zugedacht war. Sie alle spielten ihre Rolle im verworrenen Muster der Hohen.
Im Sattel sitzend, drehte sie sich zu Gaelan um und sah ihn freundlich lächelnd an.
Versuchte ihrer Stimme einen warmen Klang zu geben, den sie eigentlich sowieso nie verlor.
„Ich entschuldige mich für vorhin. Es war…nicht richtig zu behaupten, was…ich behauptete. Es war falsch und…tut mir leid. Ich sollte besser wissen, dass du natürlich nicht alles weißt und siehst. Es ist nur…“
Sie brach ab, lächelte gezwungen und deutete auf die Höhlen.
„Wir sollten aufbrechen, wenn wir noch ein wenig Weg schaffen wollen, am heutigen Tag.“
Sie wartete bis auch Gaelan im Sattel saß und dann ritten sie beide los. Den Weg voran, hinein in die Dunkelheit, die sie die ersten Tage ihrer Reise begleiten würde.
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Beitrag 22.05.2007, 17:37
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1.Mai 1746, Mittag
PP: Liaden

Die Zeit für den Aufbruch war gekommen. Als verabschiede sie der Wald und dessen Bewohner, hatten sich während ihrer beider Rast die Tiere des Waldes zu ihnen gesellt. So behielten sich die letzten Eindrücke des Tageslichtes am leichtesten.
Und wie Liaden sah auch Gaelan nachdenklich in die alles verschluckende Finsternis, die vor ihnen beiden lag. So manchen Unerfahrenen hatte sie schon in die Irre geleitet und immer tiefer in den Berg geführt. Es war, als wählten die Geister denen dieser Berg gehörte, ihre Opfer selbst, die sie zu sich holten. Es gab viele Erzählungen über das Volk, dass in diesem Reich lebte…. gute und böse.
Gaelan aber vertraute ihnen. Es war keine Angst, die ihn dem Weg entgegensehen ließ. Es war Respekt gegenüber deren Bewohnern.

„Ich entschuldige mich für vorhin. Es war…nicht richtig zu behaupten, was…ich behauptete. Es war falsch und…tut mir leid. Ich sollte besser wissen, dass du natürlich nicht alles weißt und siehst. Es ist nur…“

Der Druide, der Brangwen neben sich führte sah zu Liaden auf und nickte nach diesen Worten verständnisvoll. Er bejahte nicht ihre Behauptung, sie habe etwas Falsches getan. Seine Zustimmung galt der Annahme ihrer Entschuldigung.
Jedem, der fühlte, er müsse sich entschuldigen, durfte dieses Privileg nicht genommen werden. Denn es war ein Privileg der Größe, sich selbst vor sich zu erkennen und anzuerkennen.
Nachdem Liaden zu der Höhle gedeutet hatte, stieg auch Gaelan in seinen Sattel. Er lenkte Brangwen nur langsam vor den Eingang und richtete sich an Liaden, als das Pferd vor der Dunkelheit innehielt.
„Wir werden zwei Tage lang kein Tageslicht sehen. Erst dann haben wir die andere Seite des Berges erreicht.“ Seine Worte klangen erklärend und es schwang eine unerwähnte Aufforderung in seiner Stimme, Liaden solle selbst entscheiden, ob sie bereit war, den Schritt zu gehen. War sie es nicht, so würde er warten… bei all der Zeit, die sie nicht hatten. Denn er wusste, er konnte und durfte nicht erzwingen, was nicht aus freien Stücken geschah. Es würde den Lauf der Dinge verändern... das Bett des Flusses der Zeit.
Während Liaden eine Entscheidung für sich selbst zu treffen hatte, löste der Druide den Griff um die Zügel seines Pferdes. Seine Augen musterten konzentriert die Dunkelheit, als wollten sie in ihr lesen, bevor sie sich schlossen. Gaelan zog ein kleines, getrocknetes Gebinde verschiedenster Kräuter, Zweige und Blüten des Waldes unter seinem Umhang hervor. Es war gerade einmal so groß wie seine Handfläche und für diese Größe war die Vielfalt der Flora darin überwältigend. Das Zentrum des scheinbaren Amuletts war ein Stück funkelnd schimmernden Erzes, welches lanzettförmig den festen Kern bildete.
In der geöffneten Hand hielt der Druide den Anhänger vor sich, sprach eine Formel in der alten Sprache der Geister, dann schloss er die Augen und bat die Bewohner der Finsternis um sicheres Geleit durch ihre Pfade.
Nachdem er die Augen wieder geöffnet hatte, vollendete er das Ritual der Reisenden, indem er zu der linken Seite des Einganges ritt und das Gebinde als Opfergabe in eine Nische im Fels legte.
Nach weiteren Worten, die nur unverständlich flüsternd über seine Lippen kamen, drehte er sich mit einem sanften Lächeln zu Liaden. Sein Blick schien nicht nach ihrer Entscheidung zu fragen, sondern sie unlängst zu wissen. Und so verlor Gaelan kaum Zeit, damit endlich aufzubrechen.
„Man wird uns gewähren lassen und empfindet es als hohe Ehre, dass du diesen Berg passierst.“
Nach diesen Worten begab sich Gaelan in die Dunkelheit und sobald sie die letzten Strahlen der Sonne hinter sich gelassen hatten, zog der Druide einen Anhänger um seinen Hals hervor, der unter seinem weit fallenden Kragen verborgen war. Nach wenigen Augenblicken begann der einfache, ungeschliffene Bergkristall die Dunkelheit indirekt und nicht blendend zu vertreiben. Der sich vor ihnen zeigende Weg bot war zwar schmucklos einfach…. links und rechts ragten hohe, glatte, graue Felswände auf … aber er bot noch genügend Höhe um auf den Pferden zu reiten und genügend Breite, dass ein Zweispänner hindurch passte.
Es würde wahrscheinlich nicht immer so sein…. Das wusste der Begleiter Liadens. Aber sie waren auch noch am Anfang ihrer Reise, an dem so vieles schien, als könne man sein Pferd noch wenden.
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Beitrag 22.05.2007, 17:38
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1.Mai 1746, Mittag
PP: Gaelan

Man empfand es als hohe Ehre, dass sie diesen Berg durchquerte? Weshalb das?
Noch immer hingen Liadens Gedanken an dieser Frage, die sie beschäftigte und nicht loslassen wollte.
Sie hatte Gaelans Ritual schweigend gefolgt und dennoch ein gewissen Interesse nicht verbergen können.
Sie hatte es schon immer gemocht wenn er rezitierte, da seine Stimme etwas war, das sie tief zu bewegen und zu berühren wusste.
Damals!
Heute war sie einfach nur fasziniert von dem was er tat und beobachtete ihn still und leise, ohne daran teilzuhaben.
Reisebegleiter nicht mehr…
Kaum das er erklärt hatte man würde sie passieren lassen begannen sie die Reise der 2 Tage Dunkelheit anzutreten.
Ihr Herz hatte zwischenzeitlich recht schnell geschlagen, als Gaelan eine Kette unter seinem Umhang hervorholte, die nun bescheidenes Licht spendete, dass jedoch zum reiten ausreichend war.
Warum auch immer, so hatte sie die Annahme überkommen, er mochte vielleicht noch immer ihren Anhänger über seinem Herzen tragen.
Doch es war ein schlichter Bergkristall, der das Licht spendete.
Dankbar war sie dafür dennoch.
Vor allem da er nicht ausreichend spendete, als das Gaelan bemerken würde können, dass sie errötet war.
Schweigend ritten sie.
Es gab nichts zu sagen und Liaden fühlte sich in der Ruhe, die zwischen ihr und Gaelan herrschte, dennoch keineswegs unwohl.
Es war in Ordnung, dass sie nicht redeten, dass war es immer gewesen.
Nach einer Zeitspanne, die Liaden nicht zu beurteilen vermochte, die ihr aber lange vorkam, bedeutete Gaelan ihr stehen zu bleiben.
Hier würde man für heute rasten.
Liaden stieg aus dem Sattel und begann damit Pailiun von ihrer Last zu befreien. Während ihrem Tun ergriff sie leise und dennoch mit klarer Stimme das Wort.
„Das war ein interessanter…Brauch. Ich hoffe das er wirklich wirkt und wir sicher die andere Seite erreichen.“ Sie drehte sich kurz um und fixierte Gaelans Gestalt.
„Woher weißt du das sie es als Ehre empfinden, dass ich ihn durchquere…wieso sollten sie es? Du bist der Priester von uns beiden…ich bin nur…das was ich bin. Nichts besonderes Gaelan. Das war ich nie.“
Sie lächelte, wie sie es früher oft getan hatte und wandte sich dann wieder ihrer Stute zu, um ihr auch den Sattel abzunehmen.
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Beitrag 22.05.2007, 17:39
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1.Mai 1746, Abend
PP: Liaden


Nach geraumer Zeit, die verstrichen war, gelangten die beiden Reisenden an einen, sich für eine Rast anbietenden Abzweig des Weges, welchem sie gefolgt waren. Gaelan bedeutete mit einer Handbewegung, sie würden hier bleiben.
Und während Liaden von ihrem Pferd stieg und begann, es von dem Gepäck zu befreien, blieb Gaelan weiterhin auf Brangwens Rücken. Er hob seinen Kopf und richtete seinen Blick auf die an dieser Stelle besonders hohen Höhlendecke. Sicher zwanzig Schritte ließen sich nach oben hin an Raum erahnen.
Dabei trafen seine Augen nicht mehr auf das fade dunkelgrau einfacher Felsen. An allen Flächen, an denen sich das schwache Licht seines Anhängers brach, wechselte sich stumpfes Gestein mit schimmernd, glatten Flächen ab. Es war ein unwirkliches Szenario.
Doch Gaelans Augen war kein Staunen zu entnehmen. Er blickte darüber hinaus… versuchte mit den Augen zu hören, was der Berg ihm mitteilen würde.
Abgelenkt wurde er erst, als Liaden ihn ansprach. Er unterbrach sein tun, wandte sich ihm Sattel sitzend zu ihr und folgte ihren Worten.
Ihre Hoffnungen vernehmend, lächelte Gaelan sanft ein wenig breiter in ihre Richtung, trotzdem sie mit dem Rücken zu ihm stand.
Sie hatte Recht, mit dem was sie sprach…
Es sollte immer Hoffnung geben. Vielleicht war Hoffnung auch weit wertvoller als Wissen.
Der Druide jedenfalls wich ihrem Blick nicht aus, der ihm gelten sollte.
Und sein Lächeln nahm entgegen von Vermutungen nicht ab.
Liaden hoffte noch immer, zu sein, was sie vermutete. Nichts Besonderes. Sie war es nie gewesen.
In diesem Punkt behielt sie Unrecht.
Seine Augen lagen so wissend, wie sie oft wirkten, noch immer auf Liaden, als diese sich schon wieder Pailiun zugewandt hatte. Es vergingen Augenblicke, in denen er noch immer ihr letztes Lächeln in Erinnerung behalten hatte.
Es war besonders. Besonders, wie es diese Tochter des Waldes nun einmal war, ohne es gewollt zu haben. Er stieg aus dem Sattel und führte das Pferd zu einem natürlich geformten Felsbecken, indem sich das Wasser aus vielen Rinnsalen sammelte, die an Stellen aus dem Stein tropften.
Überlaufendes Wasser sammelte sich in einem flachen Becken am Boden, aus dem er seinem Pferd gestattete zu trinken.
So sich selbst überlassen ging er zu Liaden und nahm ihr den Sattel ab, den sie soeben vom Rücken des Tieres hob. Er legte ihn zu den anderen Sachen nahe einem Platz, der ihnen als Lager dienen sollte. Dann kehrte er zu Liaden zurück.
Das Grün seiner Augen durchdrang das wenige Licht zwischen ihnen unbeschadet. Er legte ihr einen Zeigefinger auf die Lippen… nur insofern, dass er sie leicht berührte.
Gaelan bedeutete ihr damit, zu schweigen.
Er dagegen sprach mit gedämpft weicher Stimme, die ihm eigen war.
„Wir befinden uns hier in einer Ihrer Hallen. Komm mit, bitte…“
Man konnte ihm diese Bitte, die so eindringlich ehrlich wirkte, einfach nicht abschlagen.
So führte er Liaden bis in das Zentrum der unregelmäßig weiten Höhle. Angekommen, bedeutete er ihr, stehen zu bleiben.
Er selbst trat hinter sie. Dicht bei ihr, verklungen weitere Anweisungen neben ihrem Ohr.
„Bitte, schließe deine Augen.“
Er legte seine Arme um ihren Körper, und zog sie spielerisch leicht an sich. Dann tat er es ihr gleich, schloss ebenfalls die Augen.
„Höre auf den Herzschlag der Erde, Liaden.“
Nach einigen gleichmäßig, beruhigenden Atemzügen, erklang seine Stimme ein weiteres Mal. Sie schien nun noch eine Nuance weicher und leichter, als wäre sie einzig ein Wispern des Windes.
„Spüre den Atem des Berges… und dann hoffe nicht… glaube.“
Sein Gesicht nah bei ihrem, hob er den Kopf wieder, wie er es zuvor auf seinem Pferd getan hatte. Er konzentrierte sich auf das Leben der Anderswelt, das durch ihn im Zweifel auch sie beide in ihren Bann ziehen würde.
Es vergingen weitere Sekunden, in denen sich ein regelmäßig dunkles Grollen aus dem Boden erhob. Bald füllte sich die Luft mit einer zu erahnender Spannung, die auf der Haut kitzelte und schwer in den Lungen lag. Ein süßlicher Geschmack breitete sich auf der Zunge aus, die Nase wurde erfüllt mit dem schweren Geruch fruchtbarer, frischer Erde.
Das dunkle Grollen verschmolz mehr und mehr mit dem Herzschlag des Gebannten. Die Haut verfloss mit der Luft, die sie umgab. Und bald erhoben sich andere Geräusche…
Leise vernahm man Stimmen. Was sie sprachen, verstand man nicht… aber man fühlte, sie staunten ehrfürchtig über die dunkelhaarige Frau in ihren Hallen.
Den Griff um Liadens Körper nicht gelockert, waren weitere Worte Gaelans jedoch nicht mal mehr ein Geräusch, sondern nur noch ein eindringliches Gefühl, sie solle ihre Augen wieder öffnen…

Die kaum beleuchtete Höhle war mit einmal von so vielen Lichtquellen gesäumt, das jeder Winkel in ein helles, warmes Licht getaucht schien. Die unnatürlich schimmernden Flächen an den Wänden der Höhle waren nun nicht mehr nur begrenzt, sondern stellten die gesamte Oberfläche dieses Saals dar. Von überall her schien es zu Glitzern und zu Funkeln, aber man täte umsonst daran, zu erkennen, was im Einzelnen dieses Gefühl der Pracht verursachte.
Für den Bruchteil einer Sekunde waren beide in einer anderen Welt, in der sie umgeben waren von dem Hofstaat dieses Berges. Vielerlei Gestalten fand man darunter. Kleine, Missgestaltete, die sich zu Boden warfen oder knieten. Und große, zerbrechlich wirkende, die ihre Köpfe neigten… Der Bruchteil einer Sekunde waren Minuten, in denen eine Gestalt mit glatten, jungen Zügen einer Menschenfrau Liaden die Hand reichte. Das Lächeln auf ihren Gläsern scheinenden Lippen flüsterte ein willkommen in die Köpfe der beiden Druiden.
Bevor sie jedoch etwas von Liaden’ s Gewandt ergreifen konnte, schlug Gaelan die verknöcherten, alten Finger des Wesens aus ihrer beider Reichweite.
Darauf folgend erhob sich die Stimme Gaelan’ s und er sprach zwei Worte, deren Nachhall so tief und dunkel war, wie das Grollen, dass sie an diesen Ort getragen hatte.
Es schien sie, plötzlich auftauchend, wieder zurück zu holen. Und als Gaelan die Augen öffnete, fand er sich wieder in der dunklen, kalt wirkenden Höhle. Beide Arme hatte er noch um Liaden geschlungen, die mit ihm zurückgekehrt war.
Er lockerte seinen Griff, atmete schwer der Anstrengung wegen, die ihm Schweißperlen auf die Stirn getrieben hatte.
„Liaden?...“ Außer einer nicht zu überhörenden Heiserkeit, klang seine Stimme wie zuvor.
„Geht es dir gut?“
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Beitrag 22.05.2007, 17:39
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1.Mai 1746, Abend
PP: Gaelan

Sie hatte Gaelan nicht an sich heran treten hören, als er plötzlich neben ihr stand und ihr den Sattel Pailiuns abnahm und zu ihren anderen Sachen legte.
Sie sah ihm hinterher…untätig dastehend. Sie war sich nicht sicher, was sie jetzt tun sollte. Es war eine ungewöhnliche Situation und keine in der sie sich unbedingt sicher fühlte.
Doch noch bevor sie hätte etwas sagen oder handeln können, kam Gaelan zurück zu ihr.
Sie konnte nicht verhindern, so schnell geschah es, so überrascht war sie, dass er einen Finger auch ihre Lippen legte.
Er berührte sie kaum und doch reichte es aus, um ein sanftes Prickeln auszulösen, dass nicht einzig bei ihren Lippen bleiben wollte, sondern gedachte ihren ganzen Körper mit einer gewissen Art der Anspannung zu erfüllen, die ihr in all den Jahren mehr als fremd geworden war.
Sie verstand nicht weshalb er das tat.
Natürlich verstand sie, dass er ihr bedeuten wollte, nicht zu sprechen, aber wieso durch diese Geste, wenn er im nächsten Augenblick dennoch sprach?
Hatte er befürchtet, sie würde seine Bitte abschlagen, sie würde trotz der Aufforderung zu schweigen, Einwand erheben und damit reden?

„Wir befinden uns hier in einer Ihrer Hallen. Komm mit, bitte…“

Warum immer Gaelan es getan hatte, er bat sie mitzukommen und seiner eindringlichen, dennoch sanft vorgetragenen Bitte, konnte sie nicht widersprechen. Nicht einmal durch ein Kopfschütteln hätte sie es vermocht.
Sie hatte zwar noch immer keine Ahnung, was er vor hatte, oder ihr zu zeigen gedachte, doch selbst nach all den Jahren, in denen sie sich fremd geworden waren, traute sie ihm noch.
Sie hatte es nie nicht getan. Es gab so vieles was verloren sein mochte, doch ihr Vertrauen zu und in ihn gehörte nicht dazu.
Also nickte sie leicht, fast unmerklich und folgte ihm, in die Mitte, dieser gewaltig wirkenden Hallen.
Gewaltig beengend, irgendwie bedrohlich und doch…freundlich. Sie wusste nicht, ob sie die Höhlen ängstigten oder es nur einfach ein ungewohntes Gefühl war.
Als sie zum Stehen kamen, trat Gaelan hinter sie und sie konnte seinen Atem an ihrem Ohr und im Nacken spüren, als er zu ihr sprach, trotzdem sie ihren Mantel noch immer über ihrem Gewand trug.
Es löste ein weiteres Mal ein Prickeln aus, obgleich das vorige noch nicht einmal Zeit hatte vollkommen abzuebben.
Sie sog die Luft ein, scharf jedoch leise genug, als das es nicht auffiel.

„Bitte, schließe deine Augen.“

Es war kein Befehl, sondern wie die Aufforderung mitzukommen, trug sie eine Sanftheit, die es unmöglich machte, sich bedroht oder benutzt zu fühlen.
Es stärkte das Gefühl des Vertrauens in ihn, dass sie hegte und so folgte sie seiner Bitte, wie einem Befehl.
Ihre Augen geschlossen, spürte sie plötzlich seine Nähe noch deutlicher als zuvor.
Er hatte sie an sich gezogen, ohne das sie sich versucht hatte zu wehren und als er die Arme um sie schloss, ließ sie auch das geschehen.
Ihr Herz klopfte erschreckend laut und es fiel ihr schwer ruhig zu atmen.
Sie hatte Gaelan so lange nicht mehr gesehen und es war eine Ewigkeit her, dass sie ihm so nahe gewesen war.
Es tat auf schmerzliche Weise gut.
Es war Gewissheit, die sie spürte, als er sie umarmte und an sich drückte. Gewissheit, die schon in ihr gekeimt hatte, als sie zu verstehen begann, dass sie ihm noch immer vertraute.
Sie liebte ihn immer noch.
Egal was sie glauben wollte, egal was sie hatte glauben wollen, es hatte sich nichts an ihren Gefühlen für ihn geändert.
Doch zusätzlich zu dieser Gewissheit kam das Gefühl, zu wissen, dass es richtig war. Es war nicht mehr länger falsch nur weil seine Bestimmung ihn auf einen anderen Weg geführt hatte und damit entzweit.
Es war nicht länger der falsche Weg noch immer um ihn zu kämpfen, noch immer daran zu glauben…zu hoffen, dass die Liebe stärker sein musste, als die Bestimmung es war.
Und wenn er sie vergessen hatte…die Liebe…dann konnte sie sie ihm vielleicht zurückgeben.

„Höre auf den Herzschlag der Erde, Liaden.“

Gaelans Stimme drang sanft und einfühlsam an ihr Ohr, mit einer Ruhe, die auch ihr Ruhe schenken sollte. Wenngleich sie befürchtete, sie konnte seiner Bitte diesmal nicht nachkommen.
Wie sollte sie auf den Herzschlag der Erde hören, wenn ihr eigenes Herz so laut schlug, dass es alles zu übertönen schien?
Doch nach und nach verebbte das laute Pochen und begann ruhiger und im Einklang mit ihrem Atem zu schlagen. Im Einklang mit dem Mann hinter ihr, dessen ruhigen Atem sie spüren konnte, dessen Stimme hingegen plötzlich nicht mehr als ein Flüstern schien, so dass sich Liaden nicht sicher war, ob es überhaupt Gaelan war, der mit ihr sprach.

„Spüre den Atem des Berges… und dann hoffe nicht… glaube.“

Mit verklingen der letzten Silbe spürte sie eine Ruhe in sich, die sie nie gespürt hatte. Sie fühlte sich im Einklang mit allem…ihrem Sein und der Welt um sie herum.
Sie konnte ein dunkles Klopfen vernehmen, dass stetig an Lautstärke gewann, bis es zu einem dumpfen, dunklem Grollen wurde.
Es war nicht beängstigend, denn sie fühlte sich sicher und geborgen.
Die Luft schien zu knistern und zu flimmern. Beinahe kitzelte sie einen. Sie konnte den Geruch der Erde wahrnehmen, den sie nur all zu gut kannte. Er wirkte vertraut, so wie der süßliche Geschmack auf ihrer Zunge, sie leicht beunruhigte. Sie vermochte ihn nicht zu erkennen…
Als das Grollen noch ein wenig intensiver wurde, sich mit ihrem Herzschlag zu verbinden schien,
da hatte Liaden das Gefühl sich aufzulösen.
Eins werden mit der Luft, aber es war keineswegs befreiend und loslösend, wie eins zu werden mit dem Herzschlag, auf den sie hatte lauschen sollen.
Es ängstigte sie, da sie das Gefühl hatte, aufzuhören zu sein.
Unbewusst rückte sie ein wenig näher an Gaelan heran, versteckte sich mehr und mehr in seiner Umarmung, die Schutz und Sicherheit zu sein vermochte.
Dann schien auf einmal alles aufzuhören.
Alle Geräusche verebbten, der Geschmack und Geruch war gewichen und sie vernahm andere…neue Geräusche, die Stimmen glichen, doch sie konnte nicht verstehen, was gesprochen wurde.
Wo war sie? War sie noch?
Fragen, die sie unruhig werden ließen, doch nicht lange, da spürte sie Gaelans Stimme in ihrem Herzen, die ihr bedeutete, die Augen zu öffnen.
Was sie erblickten war schwer zu erfassen.
Sie war erschrocken und gleichzeitig verwundert. Sie staunte und war gleichzeitig geängstigt wie auch gerührt.
Die Halle erstreckte sie in ihrem vollkommenen Ausmaß und wurde von tausenden Lichtquellen in ein unmenschlich helles und warmes Licht getaucht.
Es war angenehm und besaß die Kraft in den Bann zu ziehen, so dass man es am liebsten berühren möchte, doch gleichzeitig schmerzte es, brannte empfindlich beißend in den Augen, wenn man versuchte es richtig zu erfassen.
Ob zum Schutz oder zur Abwehr wusste Liaden nicht zu sagen.
Die Eindrücke waren so überwältigend viele.
Denn neben den auffälligen Lichtern, dem Glitzern und Funkeln, das in der Halle herrschte, waren mehrere Gestalten auszumachen.
Es schienen mehr und mehr zu werden, umso genauer Liaden versuchte hinzusehen.
Sie waren so unterschiedlich wie Tag und Nacht.
Manche nahezu hässlich und mit schmerzendem Anblick, andere herzzerreißend schön. Große und kleine, anmutige und knorrige.
Die einen knieten vor ihr und Gaelan nieder, den sie noch immer hinter sich spürte, dessen Umarmung nicht lockerer wurde.
Andere verbeugten sich und schienen sie auf ihre Art zu mustern und willkommen zu heißen.
Liaden wusste nicht weshalb, sie konnte es nicht verstehen.
Es waren die Anderen…jene die so selten Sterblichen begegneten, es sei denn sie zogen einen in den Bann, holten einen in ihr Reich, aus dem es keine Flucht mehr gab.
Es sei denn sie erlaubten es und jene die wiedergekehrt waren, hatten nie mehr in der Welt leben können.
Liaden begann zu begreifen in diesen wenigen Sekunden, weshalb.
Wer einmal etwas so schreckliches und zugleich wunderschönes erlebt hatte, ein Teil davon wurde, würde nie mehr in der normalen Welt leben können. Er würde zerbrechen an all dem was er gespürt und verloren hatte.
Doch weshalb verbeugten sie sich, warum ehrte man sie auf diese Weise?
Einen Priester und sie?...Eine Sterbliche, die nicht einmal die Priesterweihe erhalten hatte. Die sich weigerte an die Existenz von all dem zu glauben, selbst dann wenn die Herrin des Waldes, ihr selbst bereits begegnet war?
Was wollten sie ihr sagen?
Fragen die aufzogen und unter all den Eindrücken verschwanden wie flüchtige Wolkenfetzen.
Nichts von all dem fragte sie sich augenblicklich wirklich.
Liadens grünen Augen sahen hinunter, als sie eine Berührung spürte.
Sie war kalt und dennoch warm.
Sie fühlte ein seltsames Gefühl ihren Arm hinaufklettern und sich weiter ausbreiten.
Es war eine junge Frau, sofern man sie als jung betrachten konnte.
Ihre Lippen waren Gläsern, ihre Gestalt schien durchscheinend und sie besaß eine Schönheit, die in den Augen zu brennen vermochte, wenn man zu genau hinsah.
Doch Liaden blickte lediglich in die Augen, die so unpassend…ernst…beängstigend wissend wirkten.
Irgendetwas an diesem Wesen war anziehend.
Den Griff an ihrem Kleid, der bedeuten sollte ihr zu folgen, nachkommen wollend, hätte sie beinahe versucht dem Wunsch, des Wesens, zu folgen, als Gaelan jedoch eingriff und die Hand der Frau weg schlug.
Etwas in Liaden schien sie zu verlassen, an ihr zu ziehen und sie begann das beklemmende Gefühl der Furcht wieder zu bemerken, das sie näher an Gaelan heran schob.
Als seine beiden Worte, die dunkel und gewaltig wie das Grollen der Erde selbst wirkten, ertönten und sie fort brachten…zurück, gab es dennoch immer noch einen Teil, der sich gerne geweigert hätte.
Der es als falsch empfand, als nüchtern falsch hier zu sein und zurückwollte.
Etwas was Liaden kaum fassen konnte, neben dem erleichternden Gefühl wieder zurück zu sein, so dass Gaelans Frage erst langsam in ihr Bewusstsein kam.
Seine Stimme war noch immer seine Stimme und sie klang angestrengt gepresst.
Sie konnte jetzt auch seinen schweren Atem hören und bemerkte, dass seine Umarmung lockerer geworden war.
Das untrügliche Zeichen, dass jene Gefahr die bestanden haben mochte, gebannt war.
Er hatte sie zurückgebracht.
Tränen die ihr die Wange hinunterliefen waren Beweis für das was sie gesehen hatte, jetzt wo die Bilder an die Anderswelt nach und nach verblassten, als habe es diesen kurzen Aufenthalt weniger Sekunden, oder Minuten, nie gegeben.
Auch ihr Atem, jetzt da sie ihn wieder zu spüren begann, ging schnell und stoßweise, klang gepresst unruhig.
Ihre Gestalt zitterte und sie wusste nicht, hätte nicht zu sagen vermocht, ob ihr kalt oder heiß war.
Sie fühlte sich müde und gleichzeitig hellwach, sie fühlte sich begeistert und gleichzeitig enttäuscht.
Aufgewühlt traf es am besten und das Zittern wollte sich nicht kontrollieren lassen, ebenso wie ihre Stimme, die flatterte und abbrach nach dem ersten Wort, dass ein simples Ja gewesen war.
Sie wusste nicht mal ob das die Wahrheit war, empfand aber ein Nein als zu übertrieben bedrohlich.
Sie wollte etwas fragen, sie wollte wissen was mit ihm war, wieso und warum und wie es ihm ging…sie wollte…aber sie sollte.
So viele Gedanken und sie versuchten einen Kopfschmerz der sich in einem nicht zurückgehalten werden könnenden Stöhnen.
Dann drehte sie sich langsam um, wollte sich von ihm lösen.
In dem Wunsch ihm keine Last zu sein, schien auch er nach Kraft suchen zu müssen, wollte sie ihm helfen, indem er sie aus seiner Umarmung lassen konnte, keine Stütze mehr sein musste.
Er brauchte seine Kraft für sich, nachdem ihm dieses unmögliche Unternehmen scheinbar einiges abverlangt hatte.
Warum hatte er sich in diese Gefahr begeben?
Denn Liaden war sich sicher, in dem Augenblick da ihre Augen, noch immer mit Tränen gefüllt und weinend, fragend und dennoch liebevoll, so liebevoll wie nie an diesem heutigen Tag,
sich auf ihn legten, dass er es gewesen war der in Gefahr geschwebt hatte nicht sie. Er war es der sie beschützt hatte…beide.
So wie sie wusste, dass sie nicht seinetwegen, sondern ihretwegen niedergekniet waren.
Sie wusste nicht wieso, und auch wenn sie wusste er wusste es, wollte sie es nicht wissen. Was immer es war es machte ihr Angst.
Angst die man in ihren Augen ebenso lesen konnte, wie Dankbarkeit.
Es war widersprüchlich, doch wenn er noch der Gaelan war, der sie einst geliebt hatte, wenn nur noch ein bisschen davon in ihm war, kannte er sie und wusste besser als sie selbst was das zu bedeuten hatte.
Vielleicht kannte er auch die Worte, die es zu sprechen galt, die sie sagen wollte, sie aber nicht finden konnte, denn mehr als ein gebrochenes: “Gaelan, “ kam ihr nicht über die Lippe.
Sich von ihm entfernt und versuchend alleine zu stehen sank sie kaum das sie seine Hand, die sie stützte, gelöst hatte auf den Boden, der nicht feucht so doch aber kalt war.
Es verströmte den Geruch, den sie zuvor so intensiv wahrgenommen hatte, doch von dem Grollen fehlte jede Spur.
Ihre Hände lagen gefaltet in ihrem gebauschten Kleid und Liaden sah zu ihm auf.
„Es geht…mir gut.“
Ein Lächeln versuchte sie zu bestätigen, wenngleich es dieselbe Zerrissenheit wie der Ausdruck ihrer Augen spiegelte.
„Danke.“
Das hingegen war ernst gemeint.
„Du solltest dich ausruhen. Es war nicht richtig, dich…dem auszusetzen und dieser…Gefahr.“
Sie empfand das so und auch das war in der Liebe, die sich in ihren Worten, als auch in den Augen zeigte, zu merken. Es mochte nicht passend sein, sie war noch immer verwirrt und wusste nicht was sie tun sollte, wie sie aufstehen sollte, aber sie empfand das etwas passiert war, was für sie beide wichtig gewesen war.
Das es das wert gewesen war. Wie immer Gaelan es gewusst haben mochte. Sie war dankbar dafür.
Dankbar dafür mitgekommen zu sein und den Weg wieder gefunden zu haben, den auch sie trotzdem sie es nicht hatte wahrhaben wollen, verloren hatte.
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Beitrag 22.05.2007, 17:39
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1.Mai 1746, Abend
PP: Liaden

Seine Lider sanken sich erleichtert, als Liaden ihm antwortete.
Er lockerte seinen Griff noch immer nicht merklich. Trotzdem sie die Welt zwischen dem hier und dem Dort… dieser und der Anderswelt längst verlassen hatten. Die Dunkelheit, die über die beiden hereinbrach war doch Beweis genug gewesen.
Gaelan bot einen ungewohnten Anblick. Sein glattes, von eingeflochtenem Schmuck glänzendes Haar hing ihm wild in sein Gesicht. Er wirkte blasser. Jedoch nicht, als sei seine porzellanfeine Haut nur um Nuancen erbleicht.
Auf seinen Wangen fand sich eine ungesunde Blässe. Eine, die davon zeugte, er hatte sich für diese Reise sehr anstrengen müssen. Anstrengen, dem Zug zu widerstehen. Ihr Verlangen auszuschlagen. Und diese Anstrengung ließ ihn zitternd auch die Hände lösen, so dass Liaden sich zu ihm umwenden konnte.
Er war nicht der jenige gewesen, der an seine Grenzen gelaufen war. Er war jener, der sie dorthin getrieben hatte.
Das sanfte grün in seinen Pupillen flackerte noch immer so unregelmäßig, wie seine Brust sich heftig gegen ihren Oberkörper hob und senkte.
Den Mund geöffnet, lag ihm ihr Name auf der Zunge. Weder aber hatte er die Kraft, ihn auszusprechen, noch seine trockenen Lippen verschließend aufeinander zu pressen.
Sie beide hatten es gesehen. Sie beide hatten es für den Flügelschlag einer Taube gespürt. So deutlich, dass es ihr die Tränen in die Augen trieb und ihm die Kälte auch in die letzten Winkel seines Körpers.
Die Zeit, die sie bei den Großen verbracht hatten forderte ihren Tribut. Gaelan las seinen Namen nur von ihren bewegten Lippen, schon war sie fort und er stand regungslos da. Sie sank zu Boden, sein Blick richtete sich starr in eine Schwärze, die aus seinem inneren plötzlich aufzutauchen schien….
Da war kein Boden, kein Himmel… da war nur Kälte und Finsternis. Er spürte sie, wie sie seinen Nacken hinauf in seinen Kopf zu kriechen drohte.
Nein… nicht. Sie brauchte ihn…
Unter Stöhnen vertrieb seine zitternde Hand mit einer Bewegung den Schleier, der sich über ihn legen wollte. Er fasste an seine Stirn und zwang sich, die Augen zu öffnen.
Wieder verschwamm der Horizont, geriet ins wanken. Sie begegneten sich. Grün floss in grün.
Angestrengt den Zustand der Schwäche unterdrückend, lächelten Gaelans Lippen leicht, jedoch verkniffen. Dass ließ ihn strenger wirken, als für gewöhnlich. Verbissener.
Aber es war alles in Ordnung.
Ihr Zugeständnis, löste nicht die Anspannung. Aber es half ihm, sich zu fokussieren.
Wieder wollte er dem Drang erliegen, die Lider zu schließen, denn erneut las er in ihren Augen etwas, dass er nicht kannte. Erneut?
Nun. Er hatte es nicht wahrgenommen.
Und auch jetzt schien es zusehends zu zerfließen. Und der junge Druide vermochte nur mit fahriger Geste, wie es nicht in seiner Art lag, zu danken.
Noch immer kam kein Ton über seine Lippen.
Letztendlich nachgebend, sank er in die Knie. Sein leuchtend weißes Gewand zeichnete sich deutlich gegen den dunklen Höhlenboden ab.
Er versuchte endlich zu Atem zu kommen. Zwang sich, meditierend die Kraft zu finden, sie aus dem zu ziehen, dass ihn umgab.
Und wirklich, als er wieder aufsah … es mochten sehr stille und lange Minuten verstrichen sein… deutete nur noch sein zerzaustes Haar und Ringe unter seinen wohlgeformten Augen darauf hin, was ihn soviel gekostet hatte.
Er schüttelte ruhig den Kopf. Die Kraft, sich zu erheben besaß er noch nicht.
Alles dafür aufwendend, mit ihr zu reden, würde es noch ein wenig dauern.
„Ich war es nicht, der sich der Gefahr aussetzen musste… Ich war es, der es wollte.“
Der Zug um seine Mundwinkel trug wieder altbekannte Weichheit, wenn er sie anlächelte. So weise. So wissend.
„Du musstest es sehen…. Liaden.“
Er schüttelte nur angedeutet den Kopf, in seinen Augen schlugen sich endlich wassergefüllt das eben erlebte wieder.
„Liaden… Taubheit umfängt uns unser ganzes Leben. Nur wenn wir es…“ Er unterbrach sich, um zu Luft zu kommen.
„Nur wenn wir es hören, erfüllt uns auch ihr Herzschlag… Erfüllen uns die Geschenke, die sie uns gaben.“
Er senkte den Kopf wieder, verbarg so sein Gesicht in der Unkenntlichkeit unter den langen Strähnen seiner gelösten Haare. Die dunklen Flecken, die sich durch seine Tränen auf dem Weiß seines Untergewandes abzeichneten, waren lautlos Vergossene.
„Wir alle folgen unserem Muster. Wir alle gehen den Weg, den wir zu gehen bestimmt sind…“ Ein tief aus der Brust kommendes Husten unterbrach seine Worte. Er schluckte einige Male, das reißen ins einer Kehle war unerträglich. Bevor er fast flüsternd weiter sprach, begegneten seine Augen wieder Liaden. Trotz den Spuren der Tränen auf seinen Wangen, schien es als lag in dem vollmundigen grün keine Trauer. Nur läuternde Gewissheit. In der Freundlichkeit, in der sein Wesen sie zumeist trug.
„Wir sollten beten. Heute ist eine ehrbare Nacht.“
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Beitrag 22.05.2007, 17:40
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1.Mai 1746, Abend
PP: Liaden

Es gab kein Geräusch, als Gaelan zu Boden sank. Nicht mal sein Gewand gab ein Rascheln von sich.
Einzig das strahlende weiß seines Gewands hob sich gegen den dunklen Boden ab, so dass er ihr ins Auge fiel.
Sie hatte ihn nicht fallen sehen…
Die Augen geschlossen schien er schwer zu atmen. Es war ihr als könne sie fühlen wie in ihm alle Kraft gewichen war. Es war ihr als könne sie dieselbe Schwäche teilen. Geben konnte sie ihm hingegen nichts…
Schweigend betrachtete sie sein golden schimmerndes Haar…
Haar, das sie immer an Honig im Sommer erinnert hatte. Funkelnd, leuchtend, kraftvoll.
Wie lange war es her, dass sie das gedacht hatte, wie lange war es her, dass sie seine grünen Augen gesehen hatte, die er jetzt wieder öffnete.
Du wolltest es? ...Wolltest du es Gaelan, oder glaubst du es gewollt zu haben?
Das hatte sie sich so oft gefragt.
Immer und immer wieder.
Welche Entscheidungen waren die Seinen, welche die Jener , die ihn glauben ließen, er entscheide, dabei tat er einzig was sie ihm befahlen zu tun.
Wie viel war sein Werk, wie viel das einer Kraft, die älter und mächtiger war als alles andere?
Sie hatte nun nicht weniger Zweifel, als damals.
Liaden hatte die Kraft der Alten gespürt. Sie hatte gespürt wie mächtig sie waren, wie schwer es war ihrem Willen nicht zu folgen.
Konnte man nach all der Zeit, die er unter Ihnen gewesen war, noch er selbst sein?
Wie hatte er sich nicht verändern können?
War er überhaupt noch Gaelan, oder längst einer von Ihnen?
Warum? ...Warum sollte ich es sehen?
Taubheit…Blindheit…
Sie mussten hören, sie mussten sehen.
Die Lehren eines Druiden…
Jedes Kind kannte sie…jedes Kind glaubte sie…
Welche Geschenke? … Das was sie uns gaben? … Was ist mit dem was sie uns nahmen?
Wer sah das?
Waren sie nicht taub und blind gegenüber dem?
Wer war der Blinde?
Der Gläubige oder der Sehende?
Wer war der Taube?
Der Geleitete oder der Hörende?
Liaden sah seine Tränen. Tränen die keiner gehört hatte…sie sah sie.
Sie sah sie mit Trauer im Herzen.
Wann hatte er das letzte Mal geweint?
Wann hatte er das letzte Mal richtig geweint?!
Hatte er geweint um das was er verloren hatte? Wusste er um das was hätte sein können, oder hatte er alles vergessen?

„Wir alle folgen unserem Muster. Wir alle gehen den Weg, den wir zu gehen bestimmt sind…“

Ihre Augen schlossen sich und die Lippen wurden fest aufeinander gepresst, bis sie nicht mehr als ein Strich waren.
Sie alle folgten ihrem Muster.
Der Blinde und Sehende…der Taube und Hörende.
Er folgte seiner Bestimmung…vielleicht tat sie es auch.
Aber ihre Wege war so unterschiedlich…
Welcher war der richtige?
Wer würde es wissen.
Sie nickte knapp, sagte jedoch nichts.
Sie sollten beten.
Es war eine ehrbare Nacht. Sie beide hatten heute gehört und gesehen.
Sie hatte etwas gefunden, nicht was er glaubte das sie gefunden hatte.
Das verlorene Geschenk war nichts anderes als ihren Weg wieder gefunden zu haben.
Du hast es sehen müssen…du musst begreifen…
Die Stimme schien aus der Stille und Tiefe der Erde zu kommen.
Liaden lächelte sicher.
Ich habe begriffen.
Sie webte ihr Muster, wie er das seine und wenn sie es in der Hand hatte…dann…dann konnte sie ihrer beider Muster auch wieder verweben, wie sie immer zusammen gehört hatten.
Bevor Sie sich eingemischt hatten.
„Du hast recht, lass uns still im Gebet unseren Dank aussprechen, dass man uns sicher führte und weiterhin sicher führen wird.“
Sie lächelte ihn zuversichtlich an.
Bevor sie sich bequemer hinsetzte, die Augen schloss.
Um sie herum konnte sie mit jeder verstreichenden Sekunde die Ruhe spüren, die sich auf sie übertrug. Sie konnte die Kraft der Erde pochen hören, die sich auf ihren Körper ausweitete.
Ich bin ein Teil von dir und du Teil von mir. Aber meine Seele, mein Herz und mein Wille ist mein.
Das Lachen, das sie glaubte zu hören klang nicht nur wirklich, es klang wie das hämische Lachen eines kleinen Mädchens.
Sie blinzelte, öffnete nicht die Augen.
“Oh du dummes Kind…du hast nichts begriffen. Wann wirst du endlich einsehen, was so klar ist. Niemand kann seinen Weg ändern…niemand webt sein Muster selbst. Du gehörtest zu uns und du wirst zu uns gehören…wie sehr du dich weigerst, was du verloren glaubtest, war dir nie bestimmt Wellenkind. Du wirst es sehen.“

Wie konnten Sie es wagen sie so zu beleidigen?!
Wie konnten Sie glauben, dass sie… Sie machten ihr keine Angst!
„Ihr könnt mich nicht täuschen.“
Ihre Stimme klang heiser und Zorn schien wütende Funken zu schlagen in ihren grünen Augen, die aufgewühlt wie die Oberfläche eines Sees schienen, der in Bewegung geraten war.
Sie sah zu Gaelan und ihr Blick war verbissen, ihre Stimme klang verkrampft, den Zorn zurückhaltend, der nicht gegen ihn gerichtet war.
„Ich verstehe es einfach nicht Gaelan. Wie kannst du Ihnen glauben? Wie kannst du Ihnen trauen? Wie kannst du Ihnen dienen?“
Sie schüttelte den Kopf, bevor sie ihn erneut eindringlich ansah, suchend…hoffend.
„Verstehst du denn noch immer nicht? … Geschenke? Was sind Ihre Geschenke wert, wenn du siehst was du verloren hast? Weißt du überhaupt darum? Weißt du überhaupt was dieser Weg dir genommen hat, oder hast du alles vergessen?“
Sie sah ihn nicht anklagend an und dennoch voller Schmerz. Schmerz über all das was zwischen Ihnen gestanden hatte. Es immer noch tat, immer tun würde, wenn es keiner aussprach.
„Sag mir? ... Hast du vergessen das…hast du vergessen, dass es einmal einen anderen Weg gegeben hat, als deine Bestimmung und Ihre Pläne? Hast du vergessen, dass ich auf dich gewartet habe? Hast du einfach vergessen, dass…wir uns geliebt haben und das mehr wert war als…als Sie hätten kaputt machen dürfen?“
Sie seufzte und senkte den Blick, schwieg für Sekunden.
„Ich kann Ihnen nicht glauben. Ich glaube nicht an Ihren Weg und ich bin Ihnen nichts schuldig. Hörst du?!“ Ihre Stimme war lauter und ihre Augen sahen entschlossen zu ihm herüber. „Ich schulde Ihnen nichts! Sie haben nicht das Recht um etwas zu bitten und ich werde nichts für sie tun. Es ist meine Entscheidung welchen Weg ich gehe…ich werde nicht dem Ihren blind folgen, Gaelan.“ Sie sah ihn eindringlich an. „Wenn du es kannst…tue es. Ich kann es nicht. Ich habe es nicht vergessen und ich werde es Ihnen nie verzeihen.“
Aufstehend und zu dem Lager taumelnd, dass sie bereitet hatten, galten ihre letzten Worte denen die sie in ihrem Herzen so sehr hasste für, dass was sie ihr genommen hatten. „Und jetzt hört auf mit mir zu reden, verstanden?! Ich werde ich euch nicht mehr zuhören! Also lasst mich in Frieden.“
Lasst mich ein für alle Mal in Frieden. Ihr habt bereits alles was ihr wolltet.
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Beitrag 22.05.2007, 17:40
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1.Mai 1746, Abend
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Seine Augen folgten ihrem unsicheren Weg durch die Dunkelheit zu dem kleinen Feuer, das bei ihren Sachen brannte. Ein kleiner Schimmer Hoffnung in all der Finsternis. Ohne die Sonne sehen zu können.
Der Druide selbst hatte die Beine gekreuzt und saß aufrecht auf dem feuchten Höhlenboden. Seine Hände lagen locker in einander gelegt in seinem Schoß.
Er betrachtete sie lange, nachdem sie sich ohne eine Antwort von ihm zu bekommen, in eine Decke gerollt schlafen gelegt hatte.
Nickend gewährte er, was er empfand, gesehen zu haben.
Seine Stimme klang so weich wie das Streicheln einer warmen Sommerbrise.
„Ich werde es Ihnen sagen, Tochter der Wälder.“
Ich werde es ihnen sagen…. Ich spreche zu euch…
Das Grollen hallte tief in seiner flachen Brust. Gaelan schloss seine Lider unter einem tiefen Atemzug.
In der heutigen Nacht wachte das kleine Feuer, an dem sie schlief, über sie.
Es war Beltaine.
Der Korridor in die Anderswelt weit geöffnet, die Flammen jedoch Günstling jedes Menschen.
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Beitrag 22.05.2007, 17:41
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tbc: vor den höhlen
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Beitrag 22.05.2007, 17:41
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